Erste Tauben-Mahnwache - wir waren dabei!

Die HTV-Taubenbeauftragten Jasmin Bruns (li.), und Kaja Scheer (re.) sowie weitere HTV-Mitglieder demonstrierten vor dem Hamburger Rathaus.Die HTV-Taubenbeauftragten Jasmin Bruns (li.), und Kaja Scheer (re.) sowie weitere HTV-Mitglieder demonstrierten vor dem Hamburger Rathaus.Bei einer Mahnwache auf dem Rathausplatz haben wir an der Seite unseres Kooperationspartners Hamburger Stadttauben e.V. auf die große Not der Stadttauben aufmerksam gemacht und für einen achtsamen Umgang mit den gefiederten Geschöpfen geworben. Die erste Mahnwache für Tauben in Hamburg überhaupt war ein riesiger Erfolg – auch das Fernsehen berichtete.

Neben den Mitgliedern des Hamburger Stadttauben e.V., der die Mahnwache organisiert hatte, und Vertreter*innen anderer Tierschutzorganisationen haben die HTV-Taubenbeauftragten Jasmin Bruns und Kaja Scheer sowie weitere HTV-Mitglieder am vergangenen Sonnabend mit Bannern und Plakaten über das Leid der Stadttauben informiert. „Zahlreiche Passant*innen und auch die Medien informierten sich während der zweistündigen Mahnwache über die besorgniserregende Situation der Tauben und wir führten gute Gespräche. Leider gab es auch abfällige Bemerkungen zu unserem Engagement“, berichtet Jasmin Bruns. Noch immer gibt es zu viele Menschen, die Tauben lediglich als lästige Schädlinge betrachten, brutal vertreiben und misshandeln. Das wurde den Teilnehmenden der Mahnwache deutlich vor Augen geführt: „Einige Leute ließen Kinder und Hunde die Tauben auf dem Rathausmarkt jagen – es war ihnen zumindest sichtlich peinlich, als sie bemerkten, wofür wir dort demonstrierten“, so Kaja Scheer.

Viele Passant*innen berichteten, ihnen sei das Leid der Tauben erst jetzt bewusst geworden.Viele Passant*innen berichteten, ihnen sei das Leid der Tauben erst jetzt bewusst geworden.Kaum ein Tier in den Straßen Hamburgs leidet so sehr wie die Taube – als standorttreue Seele bewegt sie sich in einem Radius von nur etwa 700 Metern. Was die Tiere dringend brauchen, sind Taubenschläge – hier erhalten sie geeignetes Futter, das weichen Kot verhindert, sind an einem geschützten Ort versammelt und ihre Populationen können sanft kontrolliert werden. „Die Stadttauben sind ursprünglich als Haustiere gezüchtet und von Menschen im Stich gelassen worden. Ohne unsere Hilfe können sie kaum überleben“, betont Jasmin Bruns. Ein wichtiges Anliegen des HTV ist es daher, gemeinsam mit dem Hamburger Stadttauben e.V. den Bau von Taubenschlägen in Hamburg voranzutreiben, um den Tieren ausreichend sichere Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Heimatlose, ungewollte und verletzte Tauben nehmen wir auch in unserem Tierheim auf. Viele gestrandete Tiere finden in unserem Taubenhort und weiteren Bereichen unseres Tierheims dauerhaft ein sicheres Obdach und artgemäße Nahrung.

Wir freuen uns schon auf die nächste Mahnwache, wenn wir wieder an der Seite des Hamburger Stadttauben e.V. den Tauben eine Stimme geben.

Hier geht's zu den Bildern der Tauben-Mahnwache.