Lotta

Hallo liebes Tierheim-Team,

ich bin’s, Lotta. Erinnert ihr Euch noch an mich? Bei Euch hieß ich Blondie … Am 9. März war mein neuer Mensch bei Euch und hat mich, ratzfatz, einfach mitgenommen.

Hui, war das aufregend! Aber ich bin ja nicht aus Zucker – und so habe ich mich, nach einer kurzen Phase der Beobachtung unter dem Sofa, recht schnell getraut, neugieriger zu werden. Schon am zweiten Tag habe ich mutig mein neues Reich erkundet.

Und was soll ich sagen: Es ist ziemlich Knorke hier! Und das Beste: Alles, aber auch wirklich ALLES, gehört mir ganz allein: Das ganze Happsi, diesen neuen Menschen, die Wohnung - alles MEINS 😺.

Gut, das mit dem Garten, da bin ich noch in Verhandlungen. Ich geb’s ja zu, der dicken bösen Katze von irgendwo nebenan, der trau ich nicht so ganz – die faucht immer so gemein und sie ist schließlich viel, viel größer als ich. 

Ich habe aber auch ein hübschen roten „Verehrer“ (wie mein Mensch immer sagt). Der scheint freundlicher zu sein, aber da fauch ich lieber noch – nicht, dass der auf blöde Ideen kommt und an mein Futter oder meine Wohnung ran will, nee nee …!

Mein Mensch findet übrigens, dass ich eine echt soziale Katze bin und gar nicht schwierig. Bin ich ja auch, wo sie Recht hat, hat sie Recht. Am allerliebsten bin ich „dabei“ und mache „mit“ – wenn ich nicht gerade auf dem rosa Prinzessinnenstuhl meinen Schönheitsschlaf halte (das ist mein Lieblingsplatz) oder mein Revier draußen verteidige. Es ist ja auch super spannend was für komische Sachen die Menschen so machen, vielleicht kann ich da ja noch was lernen? Wobei, ich glaube eher, dass sie von mir lernen könnten …

Ganz zu Anfang (Tag vier) habe ich erst mal für gehörige Aufregung bei ihr gesorgt, weil ich eine Pflanze angeknabbert habe, die ich nicht anknabbern darf. Warum stellt mir diese dusselige Menschenfrau auch kein Katzengras hin, wenn ich schon nicht raus darf! Da MUSS ich doch das nehmen, was dem am ähnlichsten ist, tsss… Na ja, sie war dann ganz aus dem Häuschen und ist mit der Pflanze zum Tierarzt gegangen (zum Glück OHNE mich!), die durfte dann dortbleiben und ich bekam eine komische Paste in mein Futter, für alle Fälle. Jetzt gibt es hier nur noch Pflanzen, die ich anknabbern könnte, aber jetzt darf ich ja raus und kann draußen richtiges Gras knabbern.

Das mit meiner Katzentür habe ich übrigens SOFORT verstanden, schon bevor die überhaupt „geöffnet“ wurde, saß ich immer wieder davor und habe „mein Kino“ geschaut. Irgendwann wollte ich dann raus und habe sie angestupst, da ging sie aber noch nicht auf. Blöd.

Offene Fenster und Türen hingegen fand ich eher unheimlich, da hab ich mich gar nicht raus getraut, sondern bin lieber erstmal in den Tiefen der Wohnung verschwunden. Mein Mensch fand das ganz schön praktisch – voll fies! Na ja, irgendwann hat sie sich dann erbarmt und mir MEINE Tür aufgemacht – seitdem kann ich raus und rein wie es mir beliebt. Und durch die „Menschentüren“ und Fenster trau ich mich mittlerweile auch, wenn die offenstehen.

So, jetzt muss ich noch ein bisschen entspannen, bevor die Jagd mich ruft …

Seid lieb von mir und meinem Menschen gegrüßt und dafür bedankt, dass ihr es mir ermöglicht habt, mein „Märchenschloss“ zu finden. Mögen alle meine Katzenfreunde bei Euch so viel Glück haben wie ich!

Liebe Grüße von
Lotta & Katja (so heißt mein neuer Mensch)