LPT quält und betrügt

Zum Sterben sich selbst überlassen liegt dieser Beagle als ausgedientes Versuchsobjekt in seiner Zelle. Foto: SOKO Tierschutz /Cruelty Free InternationalWie ein aktueller Beitrag der ARD-Sendung FAKT offenbart, reichen die Gesetzesverstöße des LPT viel weiter als bisher bekannt: Ehemalige Mitarbeiter*innen äußern sich zu weiteren gravierenden Betrugsfällen bei durchgeführten Studien in anderen Niederlassungen.

FAKT deckt auf: Neben den massiven Verstößen gegen das Tierschutzrecht am LPT-Standort in Mienenbüttel sind die dortigen Manipulationen an durchgeführten Studien, um für die Auftraggeber passende Ergebnisse zu erzielen, kein Einzelfall.

Politik und Verwaltung müssen nun handeln!

Vielmehr haben diese „Praktiken“ offenbar System – ehemalige Beschäftigte berichten von ausgetauschten Tieren und klaren Anweisungen, Dokumente zu fälschen. Das LPT selbst bestreitet die Vorwürfe. Hier finden Sie den gesamten Beitrag in der ARD-Mediathek. SOKO Tierschutz und die niedersächsischen Grünen haben bereits wegen mehrfachem gewerbsmäßigen Betrugs und Körperverletzung durch gefährliche Medikamente weitere Strafanzeigen gegen das LPT gestellt. Darüber hinaus hat die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) nun staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen das Todeslabor eingeleitet. Unser Vorstand hatte sich im Vorwege mit einem Schreiben an die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks gewandt und diese zum Handeln aufgefordert. Wir sind froh, dass die BGV als zuständige Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde nun anfängt, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Schon die bisherigen Erkenntnisse hätten nach einem aktuellen Gutachten der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht ausgereicht, dem LPT die Betriebserlaubnis zu entziehen.

Darüber hinaus hat das LPT erst kürzlich zwei seiner besten Kunden, die Pharmakonzerne Böhringer Ingelheim und Merck verloren. Selbstredend werden diese nun an anderen Orten ihre grausamen Tierversuche durchführen lassen, aber der Stein ist ins Rollen geraten.

Deshalb müssen wir alle weiter unsere Kräfte bündeln und einsetzen. Gemeinsam mit SOKO Tierschutz und Cruelty Free International werden wir nicht aufgeben, bis das LPT schließt. Sollte uns das Wunder gelingen, Tiere lebend aus dieser Hölle zu befreien, werden wir als HTV zusammen mit vielen, dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierschutzvereinen und Tierheimen die gepeinigten Geschöpfe aufnehmen und für sie geeignete Lebensplätze suchen. Unser Dachverband, der Deutsche Tierschutzbund, hat dieses Angebot mittlerweile allen maßgeblichen Entscheidungsträgern unterbreitet.

Was wir jetzt gemeinsam tun müssen!

Jedes Tierleben ist kostbar – helfen Sie uns dabei, dieser Hölle ein Ende zu bereiten! Foto: SOKO Tierschutz /Cruelty Free InternationalDemonstrieren Sie mit und informieren Sie alle Menschen in Ihrem Umfeld über die 2. Groß-Demo am 16. November 2019 von 14 bis 18 Uhr auf dem Heidi-Kabel-Platz (Hauptbahnhof Nord). Der Druck auf die Politik zu handeln steigt weiter, lassen Sie uns diesen gemeinsam so lange aufrechterhalten, bis das LPT geschlossen ist! Schließen Sie sich uns gern in unserer grünen HTV-Kleidung an, damit wir zusammen ein sichtbares Zeichen setzen. Bei uns im Tierheim sowie beim Start der Demo können HTV-Jacken und -Hoodies erworben werden.

Für die Vorbereitung sowie während der Groß-Demo suchen wir zudem in folgenden Bereichen Unterstützung:

  • Helfer*innen für die Vorbereitung unserer Demo-Schilder
  •  Ordner*innen
  • Bannerträger*innen
  • Träger*innen von Demo-Schildern (bitte nach Demo-Ende zum HTV-Fahrzeug zurückbringen)
  • Helfer*innen, die auf der Demo Installationen schieben/tragen (aufgehängte Hunde)

Zögern Sie nicht, sich einzubringen oder uns bei Fragen zu kontaktieren. Unsere Mitarbeiterin Dina Keidel freut sich sehr auf Ihre Unterstützung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter der 040 / 21 11 06-64.

Vor der zweiten Großdemonstration gegen das LPT wird am kommenden Sonntag, den 10.11.2019, von 13 bis 15 Uhr eine Mahnwache am Hamburg Airport gegen die Tierversuchstransporte von Air France abgehalten. Wir protestieren gemeinsam mit Ärzte gegen Tierversuche und weiteren Vereinen sowie Aktiven am Flughafen gegen die Affentransporte von Air France, denn diese Airline ist mit Air India weltweit die letzte Personenfluggesellschaft, die Affen in Tierversuchslabore fliegt! Treffpunkt ist das Terminal 1. Bei der Ebene 1 zwischen der digitalen Anzeigetafel und der Rolltreppe zu Ebene 2 werden sich alle Teilnehmenden versammeln. Seien Sie auch hier mit dabei und erzählen es weiter!